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Archiv: Weiterbildung 2015

Rückblick auf unsere letztjährigen Weiterbildungstage vom 13. bis 17. April 2015:

 

Ziele der Weiterbildung

• Das Hintergrund- und Basiswissen der Mitarbeiter in Bezug auf Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Autismus-Spektrum-Störungen zu vertiefen
• Mitarbeiter über die unterschiedlichen Symbolisations-niveaus dieser Zielgruppe aufzuklären und zu informieren
• Die rezeptive Kommunikation zu erläutern, deren Bedeutung zu erkennen und verstehen
• Erstellen eines Kommunikationssupportes für acht unserer Klienten – die Hauptaufgabe für unsere Mitarbeiter als angestrebtes Resultat dieser Weiterbildungstage

 

 

Evaluation des Symbolisationsniveaus 
Bei der Ausarbeitung des individuellen Kommunikations-Supportes wurde eine spezifische Evaluation des Symbolisationsniveaus eingesetzt, die speziell für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen entwickelt worden ist.

 

Die zu evaluierende Person führt in diesem Test Sortier- und Zuordnungsaufgaben durch. Der Schweregrad steigert sich. Je nach Stufe, welche die Person erreicht, kann erkannt werden, in welchem Symbolisationsniveau sie sich befindet. Ist es die sensorische, die Präsentations- oder die Repräsentationsebene? Ganz kurz gefasst heisst das, nimmt sie ihre Umgebung über Reize wahr, oder wird es bei ihr möglich sein, über einen zweidimensionalen (Bilder, Fotos, Piktograme etc) oder dreidimensionalen (Objekte) Support zu kommunizieren.

 

Entsprechend dem individuellen Ergebnisprofil jedes Einzelnen kann eine Unterstützung für eine Form der Kommunikation erarbeitet werden, welche dem persönlichen Verständnisniveau der Person angepasst ist.

 

Fazit
Wieder ist uns bewusst geworden, wie wenig hilfreich es ist, mit Menschen, die kein Sprachverständnis besitzen, verbal zu kommunizieren, oder ein Hilfsmittel oder einen Support anzubieten, den diese Person nicht versteht. 
Wollen wir kommunizieren, muss man ein Mittel auswählen, dass diese Person auch versteht!

 

Mit Hilfe dieser speziellen Evaluation ist es gelungen, im praktischen Teil der Weiterbildung für acht Klienten individuelle Kommunikationsmittel auszuarbeiten.

Damit haben wir nun ein wichtiges Instrument zur Verfügung, um unsere betreuten Menschen weiter in ihrer Autonomie und Selbstständigkeit zu unterstützen.